
Was wir tun
Ansatz
Wir arbeiten an der Schnittstelle von
Gemeinschaft, Kultur und Umwelt,
um Shingal wiederaufzubauen.
Kultur
Wir bewahren Traditionen und bauen heilige Stätten wieder auf.

Gemeinschaft
Umwelt
Wir stellen Wassersysteme wieder her, forsten heimische Ökosysteme auf und schützen die Artenvielfalt.
Wir schaffen Infrastruktur, Wohnraum und nachhaltige Ernährungssysteme.
Unser 6-teiliger Regenerationsplan
1. Wassermanagement
2. Aufforstung und Wiederherstellung von Obstgärten
3. Vegetation, Boden und Weideland
4. Wohnraum
5. Kultur
6. Forschung

1. Wassermanagement
Die Herausforderung
Der Berg Shingal ist ein wichtiges Grundwasserneubildungsgebiet. Bis in die 1970er Jahre wurde die Landwirtschaft durch ein Netz natürlicher Quellen und Verteilungssysteme bewässert. Dieses System wurde durch Abholzung, Überweidung und die Zerstörung während des Völkermords 2014 schwer beschädigt. Die Folgen sind verminderte Wasseraufnahme, versiegende Quellen, verheerende Sturzfluten und zunehmende Bodenerosion, was eine Rückkehr der Bevölkerung und den Wiederaufbau der Lebensgrundlagen extrem erschwert.
Unsere Lösung
Wir sammeln Regenwasser von den Hängen des Shingal-Gebirges.
Durch den Bau von Teichen und Barrieren fangen wir Wasser auf, speichern es, leiten es zurück in den natürlichen Kreislauf und revitalisieren so die Quellen. Unser Plan umfasst:
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Bau von Dämmen um Sturzfluten zu verhindern
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Aufforstung
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Speicherung und Reinigung von Regenwasser
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Nachhaltige Nutzung vom Grundwasser.
2. Aufforstung und Wiederherstellung von Obstgärten
Die Herausforderung
Die einst üppigen Eichenwälder und mit Obstbäumen bepflanzten Hügelterrassen von Shingal sind durch Abholzung, Zerstörung durch die IS und den Klimawandel stark geschädigt und vielerorts kahl.
Unsere Lösung
Wir forsten den Berg mit Eichen auf und etablieren einheimische Baumschulen, die Bäume und Pflanzen für die gesamte Region liefern. An Modellstandorten führen wir nachhaltige Praktiken wie Wassersammlung, Kompostierung und Permakultur ein.


3. Vegetation, Boden und Weideland
Die Herausforderung
Die Viehzucht ist eine wichtige Einkommensquelle, doch Dürreperioden führen zu Futtermangel. Die Folge ist Überweidung, die das Land schädigt, Erosion verursacht und in trockenem, felsigem Boden resultiert.
Unsere Lösung
Wir schaffen nachhaltige Weidesysteme, die:
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auf traditionellen Weidevereinbarungen aufbauen,
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die gemeinschaftliche Weidebewirtschaftung stärken,
-
an den lokalen Klimawandel und die Kultur angepasste, regenerative Beweidungspläne entwickeln.
4. Wohnraum
Die Herausforderung
Der aktuelle Wiederaufbau setzt oft auf Betonbauten – auch von NGOs. Diese bieten schlechte Isolierung, sind beengt und haben wenig langfristigen Wert. Die lokale Zementfabrik verursacht zudem massive Umweltverschmutzung, die Ernten schädigt und die Viehzucht beeinträchtigt, bei nur geringer lokaler Arbeitsplatzschaffung.
Unsere Lösung
Wir verbessern die traditionelle Lehmbauweise mit Techniken und Expertise aus Spanien und dem Südwesten der USA. Wir schulen lokale Bauunternehmer, damit sie aus regionalen Materialien langlebige, nachhaltige und besser isolierte Häuser bauen können.


5. Kultur
Die Herausforderung
Ein Großteil der Bevölkerung ist seit über einem Jahrzehnt vertrieben, und kommunale sowie religiöse Zentren wurden zerstört.
Unsere Lösung
Wir schaffen Gemeinschaftsräume, restaurieren Kultstätten und bewahren das kulturelle Erbe, um den Menschen eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.
6. Forschung
Die Herausforderung
Streng kontrollierte Checkpoints erschweren selbst Experten den Zugang zu Shingal. Dies hemmt die Entwicklung und führt dazu, dass Hilfsmaßnahmen oft nicht den tatsächlichen Bedarf vor Ort treffen.
Unsere Lösung
Wir knüpfen Kontakte zwischen lokalen und regionalen Experten und erleichtern internationalen Wissenschaftlern und Entwicklern den Zugang, die sich mit der ökologischen, kulturellen und sozialen Wiederbelebung von Shingal befassen. Als zentrale Maßnahme richten wir einen Modellbauernhof als Mikrokosmos für Forschung und Entwicklung ein.

Unser Gesamtplan auf einen Blick
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Verhindern Sturzfluten durch das Pflanzen von Bäumen sowie die Speicherung und Reinigung von Wasser.
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Regenwasser ins Grundwasser sickern lassen.
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"Best Practices" kombinieren, um das Land wiederherzustellen.
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Dämme bauen.
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Ein Modellbauernhof als lebendiges Labor für Forschung und Entwicklung.
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Baumschulen mit Kompostierungsanlagen um einheimische Pflanzen anzubauen, nachhaltige Landwirtschaft zu modellieren und regenerative Praktiken zu vermitteln.
Bevorstehende Projekte

Baumschule
Anfang 2026 werden wir auf dem Gelände des Olivenhains mit dem Bau einer Baumschule beginnen. Sie wird drei zentrale Funktionen erfüllen: die Produktion einheimischer Pflanzen, die Veranschaulichung nachhaltiger Landwirtschaft und die Funktion als Bildungszentrum für regenerative Methoden.

Baumpflanzaktion mit dem Projekt „Million Oaks“
Im Herbst wird „Regenerate Shingal“ gemeinsam mit einheimischen Jugendlichen und der Organisation Hasar Eicheln sammeln, um im darauffolgenden Frühjahr Eichen auf dem Berg zu pflanzen. Das Projekt „Million Oaks“ von Hasar hat mit dieser erfolgreichen Methode bereits über 300.000 Eichen im Nordirak gepflanzt. Diese praktische Regenerationsmaßnahme dient gleichzeitig der Bewusstseinsbildung für den Klimaschutz.

Zelte zu Hühnerställe
Wenn Familien aus ihren Zelten in feste Unterkünfte umziehen, können die Zeltgestelle einem cleveren zweiten Leben zugeführt werden: Sie werden zu mobilen Hühnerställen umfunktioniert. Diese dienen nicht nur der Geflügelhaltung, sondern fungieren gleichzeitig als mobile Düngerstreuer, die den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen anreichern.
Das haben wir 2025 bewegt




















